Archiv der Kategorie: Blindenführhunde

Ich führ DichNEU FaceBook Seite

Für alle, die sich für meine Blindenführhunde interessieren und Bilder auf FaceBook sehen wollen, habe ich eine neue FaceBook Seite gemacht!

For everyone who wants to see pictures of my guide dogs and their every day training, like my new page! Specifically for my guide dogs and, although it’s written in german, will have cute pictures

 

HERE  is a link to the page.

Picture by me (Tiamat) Mowgli on the left and my three guide dogs in training.

Picture by me (Tiamat)
Mowgli auf der linken Seite und meine drei Ausbildungs-Hunde

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Unter Blindenführhunde

Wie sieht das Leben mit einem Blindenführhund aus?

Hier erzählt Herr Sachse-Schüler ein bisschen über sein Leben mit einem Blindenhund. Seinen zweiten Blindenführhund, Sam, erhält er von mir.

 

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Unter Blindenführhunde, Video Diskussion

Purely Positive Training Is An Illusion

As wonderful as it would be to say,I only train with positive reinforcement and it works!, it’s impossible.

Before you get too worked up about that, let me explain. I train my dogs with a clicker (only the guide dogs and advanced trick training, the foundation is not based on treats or clicks). I don’t use prong collars or anything that would be unfair on a dog (or any animal).

I read an article that got me thinking about “positive” philosophies. The truth is, something negative (even if only from the dog’s point of view) is always present. Even in clicker training; instead of saying “NICHT” to your dog, you withhold a treat/click. That, for the dog, is a negative thing. So even the most positive of all training methods regularly has negative aspects.

You can’t only say “Ja” to your dog or horse. Then they would do everything and anything they want, which is the complete opposite of natural. People don’t want to harm their animals, and that’s completely understandable. I never do anything to hurt them.

I set boundaries. I live with an actual pack of dogs (at least 4 at a time) and because I train guide dogs there are new ones coming and going very often. If I don’t want complete chaos, all of my dogs have to follow the same rules. That’s how animals are amongst themselves, too. That is natural.

It’s interesting to think about the fact that you could definitely say that training without anything positive is possible, but that training without anything “negative” is impossible. What are your thoughts on the subject?

Unknown Photographer I own no rights to this Photo

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto

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Unter Verhalten, Dog-Horse Ähnlichkeiten, Hunde, Blindenführhunde, Mensch & Tier, Humans, Tricks

NEUES Video – Blindenhund am Bahnhof

Ein neues Video von einem der Blindenführhunde, die ich ausbilde und mir beim heutigen Training auf dem Frankfurter Hauptbahnhof!

Schaut mal hinein. Was meint ihr dazu? Schreibt mir unter "Kommentieren"!

Tut mir leid, mein englischsprachigen Leser, dass die Voice-over in Deutsch ist…

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Unter Blindenführhunde

NEU Video Training Guide Dog!

Hey, ein Video gemacht heute beim Training einem meiner Hunde ein Blindenhund für Blinde zu sein.

Werfen Sie einen Blick auf das Video und sagen Sie mir, was Sie in den Kommentaren unten denken!

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Unter Hunde, Blindenführhunde, Video Diskussion

No, YOU find the answer!

I’ve been playing around with my new poodle (I am training him to be a guide dog for the blind) and seeing how I can cause him to figure things out on his own.

He has been with me for about three weeks and has learned so much, so fast and so wellthat he is coming up close to my dogs that have been with me for a few months. This is thanks to allowing him to figure things outon his own. I’m just there to confirm his decisions.

He’s learned so many things, but one that was really amazing was his ability to figure out the concepts of going left and right when I ask him to. This usually takes a little bit of time for a dog to learn and do correctly regularly. In the past, I was able to teach most of my dogs the commands left and right fairly fast, but it might have to be followed through with a tap from the leash as support. So they would learn it soon, but need support for a while until they just did it on there own every time.

With my poodle, it’s been the opposite. Just a little bit of well-timed support in the beginning and he learned it very fast. So we would stand somewhere and I’d ask him to go left (purely vocal, no body language). He would think for a second and then sort of look to the left. I’d say,Yeah, yeah, yes Yep! Like a game of hotter or colder. The more he turned his head and then his body, the more I would agree with that decision. Just him turning his head was correct and then hearing that very affirmative voice from me, he knew he was on the right track and went left.

He picked it up within two days. This applies with all animals under any circumstance. It’s all about rewarding or correcting that thought right as it surfaces or maybe even bevor it surfaces if we can catch it then

My poodle guiding my along the street. Photo credit: Humanima

My poodle guiding my along the street.
Photo credit: Humanima

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Unter Hunde, Blindenführhunde, Mensch & Tier, Tricks

Blindenführhunde trainieren?

Jeder, der mich meine Blindenführhunde trainieren sieht, hat dazu eine der beiden folgenden zutiefst verwurzelten Meinungen:

  • “Diese armen Hunde sind Sklaven!” “Sie werden auf so negative Art ausgebildet!” “Wie schrecklich… wie kann jemand so streng mit einem Hund sein und ihn zur Arbeit zwingen?”
  • “Schau dir diesen niedlichen Hund an!” “Was für eine wunderbare Beschäftigung für einen Hund!” “Wie wundervoll – für einen blinden Menschen, einen solch großartigen Hund an seiner/ihrer Seite zu haben,… eine solch herzerwärmende Verbindung zu haben.”

Oder sie wissen nichts über Blindenhunde.

Nun ja. Ich kann nur sagen, beides kann stimmen. Menschen können alles mögliche auf negative, grausame Weise tun oder ihr Herz und ihre Seele einbringen.

Ich wollte diesen Beitrag verfassen, um zu teilen, wie sie trainiert werden können und sollten. Zunächst vorab: Diese Hunde sind keine Sklaven. Sie lieben ihre Arbeit und man kann das jeden Tag, an dem sie führen dürfen, ihren Gesichtern ansehen. Außerdem wähle ich nur solche Hunde aus, die geeignet für diesen Job sind – nicht aggressiv, ängstlich oder instabil. Meine Hunde sehen, wie ich ihr Führgeschirr und ihre Leine nehme, um den Arbeitstag zu beginnen und sie rennen zu mir und wedeln so stark mit ihrem Schwanz, dass sie abheben und zwei Inches über dem Boden schweben könnten.

Jeden Morgen und Abend machen wir einen langen Spaziergang, auf dem sie bisweilen angeleint sind (um etwas Gehorsam zu üben und aus Sicherheitsgründen) und während dieser Zeit dürfen sie nicht mit anderen Hunden spielen. Wenn wir in Wald und Flur ankommen, dürfen sie frei laufen: Sie überschlagen sich, spielen und rennen umher (sobald ich sie verläßlich zurückrufen kann).

Sie dürfen vor und nach dem Training ein bisschen spielen, um sich aufzuwärmen und um den Feierabend einzuläuten. Wenn man also sieht, dass ein Blindenführhund während seiner Arbeit nicht mit anderen Hunden spielen darf, muss man kein Mitleid haben. Es würde den blinden Besitzer in ernsthafte Schwierigkeiten bringen, wenn der Hund während der Arbeit spielen dürfte. Sie können mit anderen Hunden während ihrer Pausen spielen, außerhalb ihrer Arbeitszeiten – genau wie Menschen! Wir können auch nicht andauernd Partys im Büro schmeißen, genauso wenig wie Arbeitshunde.

Meine Hunde sind Teil meiner Familie – sie leben in meinem Haus und werden genauso behandelt wie mein eigener Hund. Sie dürfen spielen, sie sind gesund und sie haben eine Beschäftigung! Es wäre doch viel schlechter für einen Hund, daheim herumzuhocken und nichts zu tun zu haben, habe ich Recht? Meine Hunde wissen, dass sie eine Aufgabe haben und man kann ihnen das ansehen, während sie arbeiten.

Wenn meine Hunde mich durch die Stadt führen, wedeln sie im gleichbleibenden Rhythmus mit ihren Ruten vor und zurück. Ich kann nicht aufhören, zu lächeln, wenn ich sie so stolz umherstolzieren sehe. Die Leute schauen sich nach ihnen um und meine Hunde schauen die Leute an, als wenn sie sagen wollten, “ich bin so niedlich, ich bin so niedlich, ich bin so niedlich… Siehst du dieses Führgeschirr? Ich bin wichtig! Ich habe eine Aufgabe, ich habe eine Aufgabe, ich habe eine Aufgabe … Ich bin schlau! Du kannst die Augen nicht von mir abwenden, nicht wahr (ich bin so wichtig).”

Me and Chika - my guide dog in training. Photo Credits: Humanima

Ich und Chika – meine derzeitige Ausbildungshündin
Foto Credits: Humanima

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Unter Blindenführhunde

Beleidigen wir unsere Tiere?

Ich trainiere Blindenhunde. Das verlangt von mir, sehr genau damit zu sein, was sie tun und was sie nicht tun dürfen, wenn sie “bei der Arbeit”.

Tatsächlich erwarte ich in der Regel viel von den Tieren, mit denen ich arbeite (bleibe dabei jedoch stets fair), weil ich weiß, dass sie klug sind.

Aber mindestens jeden zweiten Tag, sagt mir jemand: “Oh, sie sind Hunde! Sie können nichts dafür, dass sie alles beschnüffeln!” Ich denke mir dabei im stillen, dass Riechen kein “benutzen in der Tat”ist. Mein Hund kann auch riechen, wenn er höflich neben mit sitzt – und es besteht keine Notwendigkeit, an der Leine zu ziehen und währenddessen fast seinen blinden Besitzer zu töten.

So etwas nennt man Manieren. Ich bin der Meinung, Menschen, die denken ihr Hund könne sich nicht kontrollieren, beleidigen ihre Hunde. Sie scheinen zu denken, ein Tier könne keine Selbstkontrolle aufbringen, aber das stimmt nicht. Man kann einem Hund durchaus beibringen, über einen Teppisch aus frisch geräuchertem Schinken zu laufen, genau wie man ein Kind dazu erziehen kann, durch einen Süßwarenladen zu gehen, ohne alle Süßigkeiten auszuwickeln.

Mein Standpunkt lautet, haltet euer Tier nicht für dumm, nur weil es “ein Tier”ist. Sie können Manieren haben! Hunde müssen nicht nach anderen Hunden ziehen “weil sie Hunde”sind! Jeder Hund hat die Fähigkeit, die Ausgeglichenheit , ruhig auf einen anderen Hund zuzugehen und diesen zu begrüßen. Ich springe auch nicht an Fremden hoch und renne sie über den Haufen, also sollte mein Hund das auch nicht. Tatsächlich würde ein solches Benehmen in einem Rudel nicht geduldet werden – nur Menschen scheinen zu denken, das sei normal.

Höflichkeit ist eine Eigenschaft, die Tiere von Natur aus haben. Aber sobald ein Mensch die Leine in die Hand nimmt, denkt sich der Hund: “Sie wird schon eine Entschuldigung für mich finden! Ich bin solch ein süßer Welpe!”

Hunde haben jedoch tatsächlich eine starke Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Natürlich gilt das für alle Tiere – meine Pferde sind ebenso höflich. Genau wie Kinder wissen sie, dass sie unter bestimmten Umständen davonkommen können, aber das bedeutet nicht, sie könnten es nicht verstehen, wenn man ihnen erklärt, warum sie das nicht dürfen.

Unknown Photographer

Unbekannter Fotograf

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Unter Verhalten, Hunde, Blindenführhunde

Glockenläuten!

Eine winzige Glocke kann dabei helfen, eure Kommunikation mit Tieren leichter und eindeutiger zu machen und sie zu verfeinern.

Es gibt bei der Arbeit mit Pferden den Trick, ein Glöckchen an der Spitze der Gerte zu befestigen. Jedesmal, wenn ihr sie bewegt, könnt ihr das Glöckchen hören! Das “Ziel” des Spiels, wenn ihr es so sehen wollt, besteht darin, das Glöckchen so wenig wie möglich zu hören. Natürlich wollen wir dabei nicht übertreiben – es wird immer ein Geräusch machen, wenn die Gerte gesenkt oder erhoben wird oder wir uns um unser Pferd herum bewegen. Die Frage lautet: Wie können wir die Glocke so selten wir möglich hören? Jedoch sollten wir dabei im Gleichgewicht bleiben, denn das soll nicht heißen, dass wir die Gerte niemals benutzen.

Wir wollen sie einfach nicht die ganze Zeit verwenden, ohne überhaupt darüber nachzudenken. Es sollte etwas bedeuten – genau so, wie ein Pferd ein anderes beißen oder treten würde, nachdem es dieses gewarnt hatte. Wir möchten nicht, dass die Gerte ihre Bedeutung “verliert” oder unsere Pferde so dagegen desensibilisiert werden, dass wir sie danach häufiger verwenden müssen. Deshalb bitten wir unser Pferd ganz sanft, etwas zu tun. Dann fragen wir wieder mit etwas mehr Nachdruck. Dann erheben wir die Gerte (berühren es aber nicht!). Dann… können wir mit der Gerte unser Pferd touchieren. Und das Glöckchen wird läuten, aber - hoffentlich - weil wir die Gerte dieses Mal benutzt haben, müssen wir sie das nächste Mal nicht wieder benutzen.

Dieses können wir auch mit Hunden (wahrscheinlich mit jedem Tier) machen. Die Hunde, die ich als Führhunde für Sehbehinderte bzw. Blinde ausbilde, tragen für gewöhnlich ein Glöckchen an ihrem Halsband. So weiß der Blinde über sein Gehör, wo sein Hund sich befindet. Wenn Sie ein solches Glöckchen am Halsband Ihres Hundes befestigen und Sie immer nur ein sanftes Klingeln hören, – ist alles gut! Aber wenn wir mit unserem Hund spazieren gehen und wir dauernd einen lauten, fast schlagenden Ton hören, weil die Leine so viel herumgeschleudert wird, … nehmt das als ein Zeichen.

Unknown photographer

Unbekannter Fotograf

 

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Unter Blindenführhunde, Pferde

Langsamer Hund, schneller Hund

Bittet man ein Tier, sich schneller zu bewegen, als es für es bequem ist, kann das Stress verursachen, aber wie wäre es, es zu bitten, langsamer zu gehen als es möchte?

Ich trainierte mit meinem Pudel (als Blindenführhund) heute in der Stadt – in der Stadtmitte Frankfurts. Wir ziehen es beide vor, “schnell” zu laufen und lassen es dabei wirklich ruhig angehen. Ich traf seine zukünftige blinde Besitzerin und bemerkte, dass sie nervös wurde, wenn er schnell lief. Das liegt einfach nur an ihrem Mangel an Vertrauen und dass es für sie noch ungewohnt ist, mit einem Blindenführhund zu laufen, aber ich trainiere jetzt mit meinem Pudel, langsamer zu laufen.

Er hat das Bedürfnis, zu beschleunigen, wenn wir in belebtere Teile der Stadt kommen, – aber nur dann. Ich fühle, dass er das macht, um “mich sicher” zu leiten und er läuft schnell durch Gegenden, in denen es turbulent zugeht. Er vermeidet absolut jedes Hindernis, während wir gehen (Er ist die Art von Hund, der mich sogar um ein Taschentuch, das oder eine Zeitschrift, die am Boden liegt, herumführt – einmal hat er mich sogar um ein Blatt herumgeführt!)

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Shadow wartet auf die U-Bahn.

Heute hat er versucht, sich zurück zu halten, aber eigentlich wollte er schnell laufen. Ich musste ihn durch eine Berührung seiner Schulter oder indem ich seinen Namen sagte, daran erinnern, es langsam angehen zu lassen. Da ich ihn so gut kenne, konnte ich sehen, dass es für ihn Stress bedeutet, langsam durch eine Menge von so vielen Menschen zu laufen. Er verhielt sich professionell und sorgte für meine Sicherheit, aber es war offensichtlich stressig für ihn. Ich bin nicht sicher, ob er immer so laufen wird, – Hunde und Menschen haben ihr eigenes, individuelles Tempo und haben ein Recht darauf, so schnell oder so langsam zu gehen. Ich möchte ihm nur beibringen, dass es Zeiten gibt, in denen er - um es dem Menschen bequemer zu machen und zu dessen Sicherheit - ein bisschen langsamer laufen muss. Es ist interessant, wie sehr diese kleinen Verändungen zu großen Unannehmlichkeiten bei Tier (und Mensch) führen können. Gewohnheiten zu verändern kann so schwierig sein! Für uns bedeutet das eine großartige Möglichkeit, Geduld zu lehren.

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Unter Hunde, Blindenführhunde, Mensch & Tier