Archiv der Kategorie: Humans

Paradox

”Ich glaube, dass die herkömmlichen Lehrmethoden (unabhängig davon, ob es die des Reitlehrers um die Ecke oder die eines College-Kurses sind) Reiter nicht dazu ermutigen, Probleme zu Ende zu denken. Ein typisches Beispiel – wie viele Reiter sind zu mir gekommen, die mit Händen geritten sind, die sie wie eingefroren über dem Sattelknauf gehalten haben! Sie haben Angst, diese zu bewegen, weil sie dadurch vielleicht ‘das Pferdemaul ruinieren' könnten. Aber das Paradoxe daran ist, dass sie damit genau die starre und gefühllose Hand bekommen haben, die sie von vornherein vermeiden wollten!”

- Bill Dorrance

Aus dem Buch ‘True Horsemanship Through Feel’ von Bill Dorrance, zu beziehen über die Website:http://www.billdorrance.com/index.htm

1557483_524534224336473_1391679185_n

Image of Bill is by Mindy Bower

Kommentieren

Unter Artikel Diskussion, Pferde, Mensch & Tier, Humans, Inspiration und Idole, Zitate

Warum verbergen wir unsere Führungsqualitäten?

Wir Durchschnittsmenschen unterschätzen unsere Führungsqualitäten. Ewas hindert uns. Etwas sagt uns, wirkönnendas nicht. Oder wirtunetwas nicht, weil wir uns sicher sind, dass es jemand anderes sowieso besser kann. Warum sich also die Mühe machen, es zu versuchen?

Vielleicht haben wir das Gefühl, wir könnten uns vorsooo vielen Leuten (denn schließlich weiß man, dass alle anderen perfekte Rudelführer sind) und was wäre dann? Der Ursprung dieser Gefühle hat viele Wurzeln: Kindheit, Partnerschaft, Genetik, Erziehung. Die Erfahrung gemacht zu haben, “sich wie ein Versager zu fühlen” und nun glaubt man nicht mehr, dass man es kann?

Oder vielleicht kann man nicht genau sagen, woher es kommt. Aber die Sache ist die, dass ich – fast immer, wenn mich jemand um Rat fragt, egal ob von Angesicht zu Angesicht oder online - eine der folgenden Beschreibungen zu hören bekomme:

  • “Ich weiss, dass ich das schwächste Glied innerhalb des Rudels bin, aber…”
  • “Ich weiss, dass ich nicht der Rudelchef bin…”
  • “Ich sollte bestimmter auftreten, aber ich bin kein guter Anführer…”

Und so geht es weiter und weiter. Interessant daran ist, dass die gleichen Leute für gewöhnlich ihrem Hund Führungsqualitäten unterstellen, bei denen es sich in Wirklichkeit jedoch um Zeichen von Unsicherheit handelt, mit dem Nebeneffekt, dass sie einen unausgeglichenen Hund haben. Das heißt, sie trauen sich nicht nur selbst nicht zu, Führung zu übernehmen, sondern sie sehen auch Führungspotentialim falschen Verhaltenihres Hundes. Daneben gestehen sie sich selbst bewußt ein, zu wissen, dass sie nicht der Rudelführer sind. Wie interessant!

Nachfolgend einige Beispiele für Verhaltensweisen von Hunden, die für gewöhnlich als dominantes “Führungsverhalten” interpretiert werden (fälschlicherweise):

  • Andere Menschen, Hunde und Tiere, denen man begegnet, anknurren und anspringen (als gewöhnliche Reaktion)
  • Unaufhörliches, fortwährendes (reaktives) Bellen gegenüber allem, was sich auch nur auf die geringste Weise hervorhebt (Lesen Sie hierzu "Ignoriere ihn, er ist nur unsicher").
  • extreme Dominanz (aggressives Verhalten – das auf keinen Fall hingenommen werden darf – gegenüber demBesitzer oder anderen Menschen)
  • An der Leine ziehen
  • Nervosität
  • schlechtes Benehmen und mit dem/den Besitzer/n Schindluder treiben

Alle diese oben genannten Szenarien sind beispielhaft für einen Hund, der geradekein Anführer ist. Alle diese Verhaltensweisen haben ihren Ursprung in Frustration, überschüssiger Energie, Unsicherheit und einenm allgemein unausgeglichenen Lebensstil. Um es kurz zu machen – Dem Hund fehlt es an Führung, die ihm hilft und ihm den Weg weist. Aufgrund dieser Verhaltensweisen hören viele Besitzer damit auf, ihren Hunden genügend Auslauf zu verschaffen oder sie mit anderen Hunden zusammenkommen zu lassen, wodurch sich die unerwünschten Verhaltenweisen noch verstärken “issue”.

Die allerwichtigste Eigenschaft einer Führungspersönlichkeit istGelassenheit.Lasst mich kurz eine Geschichte erzählen, die ich viele Male bei vielen verschiedenen Gruppen von Hunden gesehen habe. Ich hoffe, darin wird zusammengefasst, was ich unter einer geborenen Führungspersönlichkeit verstehe, denn dieses in allen Einzelheiten zu beschreiben würde Tage um Tage und Seiten um Seiten dauern. Also, folgendes stelle ich mir immer vor:

Ein streunende Hündin liegt ausgestreckt in der Sonne und genießt den Nachmittag. Nicht bekümmert sie und sie macht ein geruhsames Nickerchen. Nur wenige Meter entfernt trottet ein anderer Streuner in Richtung eines Kaninchenkadavers, den einer der Hunde früher am Tag gefangen hat. Er fängt an, hungrig an einem der Knochen zu kauen und schaut sich nervös nach Konkurrenz um. Zwei weitere Hunde kommen zu dem Kadaver und versuchen, dem ersten Hund schnell ein paar Knochen mit Fleisch daran zu klauen. Unter den Hunden kommt es zu einem Kampf und ein weiterer Hund kommt hinzu, um zu sehen, worum es bei dem Tumult geht und beteiligt sich daran.

All dieses Chaos und dieser Lärm spielen sich genau neben der friedlich schlummernden Hündin ab. Sie wird davon nicht überrascht und öffnet kaum ihre Augen. Von diesem Quatsch lässt sie sich nicht stören. Dann, an einem gewissen Punkt, beschließt sie, dass sie genug gehört hat und sie - warum auch nicht - Hunger hat. Also steht sie langsam auf und kratzt sich vielleicht mit ihrem Hinterbein hinter den Ohren. Langsam und bedächtig erfüllt sie die Umgebung mit ihrer Präsenz. Sie nähert sich dem Kampf. Sie hat noch überhaupt nichts gemacht und schon halten drei der Hunde inne und sehen sich unsicher an. Sie geht so selbstbewußt auf sie zu, dass sie anfangen, ihre Absicht zu hinterfragen.

Sie geht direkt auf die Beute zu, beansprucht ihren Raum und alle anderen Hunde lassen sie in Ruhe. Sie reklamiert das Fressen für sich selbst und hat, um es offen zu sagen, nichts getan, um es sich zu verdienen. Ein mutiger Hund beschließt, dass er versuchen wird, diesen Knochen wie auch immer zu bekommen, geht zurück zu ihr und senkt seinen Kopf, um ihn zu ergreifen. Sie hebt ihren Kopf, sieht ihn streng und bedeutungsvoll an und lässt ein tiefes, anhaltendes Brummen ertönen. Ohne weitere Diskussion begibt sich der andere Hund aus der Situation, und zwar schnell.

Nachdem die Hündin ihre Mahlzeit verzehrt hat, schlendert sie zufrieden zurück auf ihren Platz in der Sonne und schlummert noch einmal in der nunmehr stillen Umgebung ein.

Diese Geschichte ist beispielhaft für einen Hund, der eine gewisse “Ruhe vor dem Sturm”verkörpert. Das Gefühl, dass etwas kommt. Etwas in der Luft liegt. Es ist das Gefühl, dassetwas passieren wird. Vor einem größeren Sturm wird alles ruhig und es liegt eine Todestille in der Luft. Das ist für mich das Gefühl, dass ich versuche, auszustrahlen, wenn ich Führung übernehme oder wenn ich mit einem Kommando, das ich einem meiner Hunde oder Pferde gegeben habe, zu ihnen durchdringen will.

Es ist schwierig, dieses Gefühl zu beschreiben, aber wenn ich es in Worte fassen müsste, stelle ich mir die Hündin aus der Geschichte vor und denke, “Ihr macht den Weg für mich frei, oder…” Wenn sie ihr nicht gefolgt hätten, “Ruhe-vor-dem-Sturm-Aura” würde sie sich mit einem Brummen oder einem Biss (ein Sturm, oh, welch ein Sturm! Donner und Blitz!) durchsetzen. Das bedeutet Führung in einer Situation wie dieser: Zuerst Verwarnung und dann Handlung. Auf diese Art und Weise arbeite ich mit meinen Hunden.

Der Befehl “"Bei Fuß"” zum Beispiel ist meine Art, meine Hund zu warnen, entweder indem ich "bei Fuß" sage oder ihn nur einfach nur anschaue. Einfach nur die Tatsache, dass ich mit ihnen an der Leine gehe, ist meine Art, ihnen zu sagen “Lauft neben mir.” Wenn sie das - trotz meiner Warnung - nicht befolgen würden, “beisse ich”/gebe ihnen einen Stups in ihre Seite. Das ist fair, denn ich lasse sie zunächst gehen und entscheiden, ob sie es von sich aus tun, dann warne ich sie und nur dann handle ich. In diesem Moment übernehme ich Führung.

Außerdem müssen wir verstehen, dass Tiere, im Gegensatz zu Menschen, in der Gegenwart leben. Im dem einen Moment führst du das Rudel an und bist so glücklich wie immer und im nächsten kommt jemand anderes daher, den die Hunde mehr respektieren. Jeder Augenblick ist neu und frisch. Und wer das Rudel oder die Herde anführt, kann jeden Moment wechslen. Nur weil du einmal der Anführer gewesen bist, heißt das nicht, dass dieser Deal ein Leben lang bestehen bleibt. Nein, Sir.

Oftmals geben Frauen die Führungsrolle an jemand anderen ab, – auch an andere Frauen! Sie haben das Gefühl, sie seien nicht stark genug oder nicht fähig für diesen Job. Das liegt wahrscheinlich an den Jahrhunderten, in denen Männer die Welt regiert haben und Frauen dazu erzogen wurden, zu glauben, Führung zu übernehmen sei Männersache. Während wir tatsächlich die ganze Zeit bereits Führung ausgeübt haben. Wir sind Mütter und worin liegt die Verantwortung einer Mutter, wenn nicht in der Führung ihrer Kinder?

Ich habe schon die lustigsten Situationen erlebt, wenn ich eine Mutter gesehen habe, die ihrem Kind einen ernsten Blick zugeworfen hat, weil er oder sie nicht auf sie gehört hat und die sich dann zu ihrem Hund umgedreht hat und völlig hilflos erschien! Sie lässt den Hund mit den einfachsten, grundlegensten Dingen davonkommen und sagt ganz offen, “Oh, er treibt Schindluder mit mir! Er ist so ein verspielter Kerl!” Wenn ihre Kinder versucht hätten, anderen hinterherzuschreiben, während sie mit ihnen die Straße entlang gegangen wäre, hätte sie das nicht durchgehen lassen. Wenn ihr Hund alles anbellt, was er sieht, tut sie nichts. Warum ist das so? Es ist um so vieles leichter, das Verhaltensmuster eines Hunde zu durchbrechen, als die Verhaltensweisen von Kindern zu verändern.

Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es Männer, die sagen, “OH ICH BIN DER GEBORENE ANFÜHRER! ICH SAGE DEM HUND, WO ES LANGGEHT! ER HÖRT AUF MICH! BESSER TUT ER DAS!!” Oh, super. Gut zu wissen. Denn auch das bedeutet nicht, dass man Führung hat. Ich würde keinen machohaften, von seinem Ego geleiteten Mann aussuchen, um mich aus einer Situation zu befreien, besonders dann nicht, wenn es um Leben oder Tod ginge. Genausowenig wählen Tiere ihre Anführer deswegen aus, weil sie stark und männlich wirken. Sie wählen sie danauch, wie sie auftreten, wie sie handeln. ( Frauen, stellt euch dieser Herausforderung!)

Das sind nur einige Gedanken zum Thema Führungseigenschaften. – Natürlich wird es immer mehr dazu geben. Wie seht ihr das Thema Führung? Fühlt ihr euch in Führungsrollen wohl? Warum? Warum nicht?

Unknown Photographer I own no rights to this photo.

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto.

Kommentieren

Unter Tiere, Verhalten, Dog-Horse Ähnlichkeiten, Hunde, Lebensmittel, Umgang mit Emotionen, Mensch & Tier, Humans

Jane Goodall

Ein wundervolles Interview mit einem meiner Idole, Jane Goodall!!

Kommentieren

Unter Verhalten, Mensch & Tier, Humans, Inspiration und Idole, Affen, Primaten, Zitate, Video Diskussion

Oh Mist, es braucht 10.000 Stunden??

Ihr habt wahrscheinlich schon einmal jemanden sagen hören, es dauere 10.000 Stunden, um ein wirklicher Meister in etwas zu werden.

Natürlich liegt darin ein Körnchen Wahrheit – etwas wirklich zu beherrschen, bedeutet für mich, man kann es tun, ohne nachzudenken. Mit anderen Worten, man hat soviel geübt, dass es einem in Fleisch und Blut übergeht. Genau das musste man machen, um laufen zu lernen! Üben, üben!

Das kann einem wie einegigantischeReise vorkommen. Ich erinnere mich an einen Tag, als ich durch die Gegend ritt und über diese 10.000-Stunden-Regel sinnierte. “Mann, das sind eine Menge Stunden!” Vom Ausrechnen, wieviele Jahre ich reiten müsste, um darin ein Meister zu werden, wurde mir so schwindelig, dass ich fast vom Pferd gefallen wäre!

Aber ein Ausspruch von Pat Parelli bringt mich immer wieder auf den Boden zurück: “Übung alleine führt nicht zur Perfektion, – nurrichtig ausgeführte Übung führt zur Perfektion.” Selbstverständlich gibt es keine Perfektion. Besonders am Anfang nicht. Ich glaube, was Pat damit meint, ist, man wird kein Meister in 10.000 Stunden, wenn manFalschesübt. Übung, Konzentration und die Fähigkeit, sich zum Besseren zu verändern, sind notwendig (sogar wenn man nur 200 Stunden benötigt, um ein wahrer Meister zu werden! Es ist nie zu spät, sich zu verändern!)

Dann habe ich heute folgendes Zitat von Daniel Goleman in dem Artikel"BrainPickings" (GehirnAufgaben) gelesen:

“Die "10.000-Stunden-Regel" - dass dieses Praxislevel das Geheimnis des Erfolgs in allen Bereichen birgt - ist zum unantastbaren Evangelium geworden, das auf Websites wiedergegeben und als Litanei in Hochleistungs-Workshops heruntergebetet wird. Das Problem dabei ist: Es ist nur die halbe Wahrheit. Wenn man z.B. beim Golfen eine Niete ist und jedesmal bei einem bestimmten Schlag oder beim Einlochen dieselben Fehler macht, wird die 10.000-stundenfache Wiederholung dieser Fehler dein Golfspiel nicht verbessern. Man bleibt eine Niete, wenn auch eine ältere."

Kein geringerer als der Experte Anders Ericsson, der Psychologe an der Florida State University, auf dessen Forschung über Expertentum die 10,000-Stunden-Faustregel zurückgeht, sagte zu mir: “Man wird nicht durch mechanische Wiederholung besser, sondern indem man seine Ausführung immer wieder verbessert, um seinem persönlichen Ziel näher zu kommen.”

“Man muss das Verfahren durch den Antrieb optimieren,” fügt er hinzu, "sich zunächst mehr Fehler zu erlauben, während man seine Fähigkeiten verbessert."

Folglich ist es nicht notwendigerweise die wiederholte Übung, die uns hilft, etwas zu meistern, sondern die stetigeVeränderung undVerbesserung, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen.

Okay, nun werde ich aus dem Haus stürzen, um zu üben!!

Unknown photographer I own no rights to this photo.

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto.

Kommentieren

Unter Artikel Diskussion, Verhalten, Humans, Inspiration und Idole, Zitate, Wissenschaft

Love Ya!

Everything comes to an enda great ride, a long walk with the dogs, and your purring cat gets up and leaves the bed at some pointWhat’s important, which we often forget to cherish, is wie things come to an end.

When I finish working with a horse I take a moment to just enjoy hanging out and maybe hand out a carrot or two with a scratch. Plus my dogs always get a long walk and a game of fetch after some training.

This video is not directly about animals, as the cowboy said himself, but he might as well be talking about ending a training session. It’s important to say bye to those we love. As sad as it is, we never know when we’ll see someone again, and it doesn’t matter how old or healthy you are! But the same goes for animals.

Even if your ride didn’t go as well as you’d hoped for, I find it important to show your horse you still care, you love them and that it’s no one’s fault how things turn out. Leave the place with a good feeling.

So this short video came from Cowboy Dressage (well, their FaceBook page posted itdon’t know where the video came from!) and it just warms my heart!

1 Kommentar

Unter Mensch & Tier, Humans, Inspiration und Idole, Video Diskussion

Luca Moneta

Luca Moneta ist einer der wenigen Horsemen, der erfolgreich im Turniersport ist, während er den natürlichen Grundsätzen treu bleibt (horsemanship). Er setzt sein Pferd immer an die erste Stelle. Ich liebe seine Arbeit über alles, obwohl ich absolut kein Fan des Springsports bin. Er übernimmt anspruchsvolle Pferde, arbeitet mit ihnen nach den Prinzipien des Horsemanship und nimmt mit ihnen an hochkarätigen Turnieren teil.

Unknown photographer I own no rights to this photo

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto

Inspirierend, nicht wahr??

Und keine einfache Aufgabe. Ich verfolge seit einigen Jahren seinen Werdegang – ich erinnere mich, dass ich zum ersten Mal von ihm hörte, als er mit den Parellis arbeitete. Er ging zu einigen ihrer Touren und machte dort Präsentationen. Ich glaube nicht, dass er noch aktiv in der “Parelli Welt ist” , aber ich lese immer noch jeden Artikel über ihn und schaue mir jedes Video an, den/das ich zu fassen bekomme.

Er gab kürzlich ein Interview, das ich einfach liebe:

 

Kommentieren

Unter Pferde, Humans, Inspiration und Idole, Q&Eine, Video Diskussion

Purely Positive Training Is An Illusion

As wonderful as it would be to say,I only train with positive reinforcement and it works!, it’s impossible.

Before you get too worked up about that, let me explain. I train my dogs with a clicker (only the guide dogs and advanced trick training, the foundation is not based on treats or clicks). I don’t use prong collars or anything that would be unfair on a dog (or any animal).

I read an article that got me thinking about “positive” philosophies. The truth is, something negative (even if only from the dog’s point of view) is always present. Even in clicker training; instead of saying “NICHT” to your dog, you withhold a treat/click. That, for the dog, is a negative thing. So even the most positive of all training methods regularly has negative aspects.

You can’t only say “Ja” to your dog or horse. Then they would do everything and anything they want, which is the complete opposite of natural. People don’t want to harm their animals, and that’s completely understandable. I never do anything to hurt them.

I set boundaries. I live with an actual pack of dogs (at least 4 at a time) and because I train guide dogs there are new ones coming and going very often. If I don’t want complete chaos, all of my dogs have to follow the same rules. That’s how animals are amongst themselves, too. That is natural.

It’s interesting to think about the fact that you could definitely say that training without anything positive is possible, but that training without anything “negative” is impossible. What are your thoughts on the subject?

Unknown Photographer I own no rights to this Photo

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto

1 Kommentar

Unter Verhalten, Dog-Horse Ähnlichkeiten, Hunde, Blindenführhunde, Mensch & Tier, Humans, Tricks

What horses and dogs bring out in us

My passion for horses is just as enormous as it is for dogs.

I love them equally but for different reasons. Today I was thinking about how funny it is that I enjoy working with these two species that actually have very little in common. It seems to come down to something basic and true: dogs make us more human and with horses we have to be everything but human (by that I mean being in a predatory state of mind).

Dogs have evolved and been bred to truly understand us. They can read our expressions, smell our sickness, our sadness, fear yet rejoice when we’re happy. We don’t have to work hard to communicate with them. Humans and dogs just sind a team. Humans and dogs mesh beautifully and truly were made for each other. Working with dogs, you will, usually, be successful acting on instinct and gut-feelings.

We’ve also been with horses for a very, very long time. But they aren’t bred and evolved in the way dogs are. Mainly, of course, because they are prey animals and dogs and humans are predators. With them we have to work on our horsemanship. We have to softer, softer, softer in our body language. Through working with them, we change our way of life for the better. Where as dogs just fit in at our side with no second thoughts.

But that’s the beautiful thing. Both species are more honest, balanced, in the moment than any human can ever be.

They are the best teachers and I believe that by working with both we achieve a wonderful balance between true humanness and the ability to not think purely human.

Unknown photographer/title I own no rights to this photo

Unknown photographer/title
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto

Kommentieren

Unter Verhalten, Dog-Horse Ähnlichkeiten, Hunde, Umgang mit Emotionen, Pferde, Mensch & Tier, Humans

Training Methods vs. Personality

Those who only train with positive reinforcement are generally not positive with people, and those who only use negative reinforcement, the opposite.

Why?

When you say you don’t believe in harming an animal, you’re making a statement:I believe that animals are our equals and should be treated as such.

So it never ceases to amaze me how easily frustrated and rude towards other people, purely-positive trainers can be. That practically turns the table and changes the statement to:Dogs, horses, etc are besser sein könnte than humans.Which is also negative progress, am I wrong?

Then on the other side of the deal, there are people who train purely with punishment (negative reinforcement). They, even subconsciously, are stating that humans are betterother animals are kein our equals. And that, of course, is also not okay.

What is better? Shouldn’t we just be able to be nice to humans and all other animals?I’m not one to shower my animals with treats, just as I wouldn’t with a human. I don’t pay someone in cash or cookies each time they say something politely or help me out with a small favor.

So I believe that if we say other animals are our equals, they should be treated as such. To me that means: show your appreciation when someone does something nice, teach in a friendly, patient manner and clearly say when you don’t like something. That is communication: we need to be able to say when something bothers us, just not rudely.

Only then are other animals truly our equals.

Unknown photographer I own no rights to this photo.

Unbekannter Fotograf
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto.

Kommentieren

Unter Verhalten, Umgang mit Emotionen, Mensch & Tier, Humans, Tricks

What are you really saying?

Most of the time our bodies say one thing and our emotions another.

You ask a horse to go over a higher jump than you’re used to. You try to convince your horse (and anyone watching) that you’re very confident and relaxed about the whole thing. But inside your thoughts and feelings are a whirlwind. Nervousness, whether physically expressed or not, is still nervousness.

There’s nothing bad about it! About a year ago I wrote an article about fear and how sometimes it can be a really good thing to listen to. So it’s not about not being nervous. It’s about working with that until you can truly be confident for yourself and your animal. So maybe don’t take that huge jump until you’ve worked yourself up to it and can take it confidently.

Our animals can sense our nervousness or other emotions we may behidingand naturally think,If she’s nervoushow nervous should I be?? Is there something dangerous about this?

Trying to hide feelings around animals is useless. It doesn’t make a difference, so you might as well be upfront about it. They can sense and smell everything. When you feel an unwanted emotion, take a break and ponder why you feel that way before continuing your training.

Unknown photographer. I own no rights to this photo.

Unbekannter Fotograf.
Ich besitze keine Rechte an diesem Foto.

Kommentieren

Unter Hunde, Umgang mit Emotionen, Pferde, Mensch & Tier, Humans