Archiv der Kategorie: Zitate

Paradox

”Ich glaube, dass die herkömmlichen Lehrmethoden (unabhängig davon, ob es die des Reitlehrers um die Ecke oder die eines College-Kurses sind) Reiter nicht dazu ermutigen, Probleme zu Ende zu denken. Ein typisches Beispiel – wie viele Reiter sind zu mir gekommen, die mit Händen geritten sind, die sie wie eingefroren über dem Sattelknauf gehalten haben! Sie haben Angst, diese zu bewegen, weil sie dadurch vielleicht ‘das Pferdemaul ruinieren' könnten. Aber das Paradoxe daran ist, dass sie damit genau die starre und gefühllose Hand bekommen haben, die sie von vornherein vermeiden wollten!”

- Bill Dorrance

Aus dem Buch ‘True Horsemanship Through Feel’ von Bill Dorrance, zu beziehen über die Website:http://www.billdorrance.com/index.htm

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Jane Goodall

Ein wundervolles Interview mit einem meiner Idole, Jane Goodall!!

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Oh Mist, es braucht 10.000 Stunden??

Ihr habt wahrscheinlich schon einmal jemanden sagen hören, es dauere 10.000 Stunden, um ein wirklicher Meister in etwas zu werden.

Natürlich liegt darin ein Körnchen Wahrheit – etwas wirklich zu beherrschen, bedeutet für mich, man kann es tun, ohne nachzudenken. Mit anderen Worten, man hat soviel geübt, dass es einem in Fleisch und Blut übergeht. Genau das musste man machen, um laufen zu lernen! Üben, üben!

Das kann einem wie einegigantischeReise vorkommen. Ich erinnere mich an einen Tag, als ich durch die Gegend ritt und über diese 10.000-Stunden-Regel sinnierte. “Mann, das sind eine Menge Stunden!” Vom Ausrechnen, wieviele Jahre ich reiten müsste, um darin ein Meister zu werden, wurde mir so schwindelig, dass ich fast vom Pferd gefallen wäre!

Aber ein Ausspruch von Pat Parelli bringt mich immer wieder auf den Boden zurück: “Übung alleine führt nicht zur Perfektion, – nurrichtig ausgeführte Übung führt zur Perfektion.” Selbstverständlich gibt es keine Perfektion. Besonders am Anfang nicht. Ich glaube, was Pat damit meint, ist, man wird kein Meister in 10.000 Stunden, wenn manFalschesübt. Übung, Konzentration und die Fähigkeit, sich zum Besseren zu verändern, sind notwendig (sogar wenn man nur 200 Stunden benötigt, um ein wahrer Meister zu werden! Es ist nie zu spät, sich zu verändern!)

Dann habe ich heute folgendes Zitat von Daniel Goleman in dem Artikel"BrainPickings" (GehirnAufgaben) gelesen:

“Die "10.000-Stunden-Regel" - dass dieses Praxislevel das Geheimnis des Erfolgs in allen Bereichen birgt - ist zum unantastbaren Evangelium geworden, das auf Websites wiedergegeben und als Litanei in Hochleistungs-Workshops heruntergebetet wird. Das Problem dabei ist: Es ist nur die halbe Wahrheit. Wenn man z.B. beim Golfen eine Niete ist und jedesmal bei einem bestimmten Schlag oder beim Einlochen dieselben Fehler macht, wird die 10.000-stundenfache Wiederholung dieser Fehler dein Golfspiel nicht verbessern. Man bleibt eine Niete, wenn auch eine ältere."

Kein geringerer als der Experte Anders Ericsson, der Psychologe an der Florida State University, auf dessen Forschung über Expertentum die 10,000-Stunden-Faustregel zurückgeht, sagte zu mir: “Man wird nicht durch mechanische Wiederholung besser, sondern indem man seine Ausführung immer wieder verbessert, um seinem persönlichen Ziel näher zu kommen.”

“Man muss das Verfahren durch den Antrieb optimieren,” fügt er hinzu, "sich zunächst mehr Fehler zu erlauben, während man seine Fähigkeiten verbessert."

Folglich ist es nicht notwendigerweise die wiederholte Übung, die uns hilft, etwas zu meistern, sondern die stetigeVeränderung undVerbesserung, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen.

Okay, nun werde ich aus dem Haus stürzen, um zu üben!!

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Unsere Herangehensweise ist nicht richtig

“Es ist nicht annähernd so interessant, mit einem Menschen zu arbeiten wie mit einem Pferd. Das Pferd ist immer offen für einen. Es kennt keine Selbstsucht, keinen Stolz und kein Ego, die ihm im Weg stehen, und oftmals kommen dem Menschen Dinge in die Quere, die ihn zurückhalten.
Ich glaube, dass die meisten Menschen mit den Tieren gut zurechtkommen möchten. Aber sie wissen nicht, dass der Selbsterhaltungstrieb des Pferdes sehr stark ausgeprägt ist. Das Pferd hat Angst, weiss nicht, wie es etwas tun soll und will sich selbst schützen. Es sagt uns, dass es sicher sein muss, was geschieht. Wir sehen das nicht auf diese Weise.
Bei den meisten Sachen, die wir mit einem Tier tun möchten, handelt es sich um gute Ansätze, aber die Art, wie wir sie präsentieren, ist falsch. Sie ist zu fordernd. Wir lassen das Pferd nicht von sich aus lernen und legen es nicht so an, dass es Dinge selbst bewirken kann. Das Pferd ist in der Lage, Dinge herauszufinden, wenn wir es ihm gestatten, aber wir nehmen ihm seine Denkweise und setzen unsere an deren Stelle.”

- Ray Hunt.

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Visualize

Before you ever start to reach to ask your horse to do something you should have in mind what you are asking and where you are trying to direct.

- Tom Dorrance

Image of Tom Dorrance is by Lynn Cox of Landmark Fine Art.

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Wie man ein Pferd streichelt…

Ray sagt, “Zur Hölle, Junge! Du weißt nicht einmal, wie man ein Pferd streichelt!”

Ich sah ihn an, ob ich ihn womöglich falsch verstanden hätte. Hatte ich nicht.

Ray sagte, “Du hast ’ nichts anderes’ gemacht, als ihn zu erschrecken! Siehst du ihn zusammenzucken?”

Ray reitet geradewegs ’ auf mich zu. Ich sagte nichts, aber ich dachte, “Scheißegal! Das machen alle am Anfang! Irgendwann wird er darüber hinwegkommen.”

Ray ritt neben das Jungpferd und schaute auf mich herab. “Denk nach!" (Das war auch einer der Lieblingssätze meines Vaters!)
"Was war das erste, was er in seinem Leben gefühlt hat?”
Ich zuckte mit den Schultern.
“Er fühlte die Zunge seiner Mamma’ ‘am ganzen Körper.” Ray rubbelte sein Jungpferd an der Mähne entlang und der Colt schmolz buchstäblich dahin und kaute und schleckte. 
"Sie hat nicht einfach ihre Zunge genommen und sie ihm’ um ‘die Ohren geschlagen, wie du es getan hast!”
Ich sagte, “Oh.”

From a wonderful storyFirst Wordsby Buster McLaury -http://www.bustermclaury.com/stories.php

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Füße in den Händen

“Wenn ich mit einem Menschen und seinem Pferd arbeite, kann ich dem Menschen helfen, sich selbst so zu positionieren, dass das Pferd die Antwort findet, auf die wir hinarbeiten. Es ist nicht leicht für mich, das in Worte zu fassen, so dass ein Leser einen Eindruck davon bekommt, was dabei stattfindet. Manchmal kann die Terminologie Probleme bereiten, z.B. wenn ein Reiter nicht genau weiss, was mit dem Ausdruck gemeint ist, “die Füße des Pferdes stecken fest / sind blockiert.” Es gibt anscheinend eine ganze Menge dieser Begriffe. Der Ausdruck “den gewissen Punkt aufzuspüren” ist manchmal ein neuer Ausdruck für den Reiter, aber während wir zusammen daran arbeiten, beginnt der Reiter, dieses Stadium im Lernprozess des Pferdes zu erkennen. Der Reiter muss dieses erfühlen, genau wie das Pferd.
In Nevada hat ein Bursche einmal ein Jungpferd geritten. Es wurde wärmer und dieser Typ beschloss, seinen Mantel abzuwerfen. Das veranlasste das Jungpferd, seinen Reiter abzuwerfen. Der Reiter war darüber nicht sonderlich beunruhigt, also empfahl ich ihm, er könne dieses winzige Pünktchen Besorgnis dazu nutzen, das Pferd daran zu gewöhnen, sich mit ihm zu bewegen. Er ritt einen Zirkel und als das Pferd sich entspannte, konnte man sehen, wie das Pferd weicher wurde. Der Körper des Pferdes nahm dieselbe Gestalt an, wie der Mensch, der auf ihm saß. Er war nicht in die eine Richtung gebogen, während der Reiter in die andere Richtung reiste.
Der Reiter konnte fühlen, wie das Pferd weicher wurde. Das Pferd fühlte sich mit dem Reiter wohl und sein Gesichtsausdruck hellte sich auf. Seine Füße waren lebendig und reaktionsfreudig. Es sah beinahe so aus, als ob der Reiter die Füße des Pferdes in seinen Händen hielte.”

-Tom Dorrance

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Mumm & Bestimmtheit

"Man muss Mut und Entschlossenheit haben, wenn du das suchst, wovon ich rede. Wenn du das nicht hast, ist daran nichts falsches.
Was willst du tun oder erreichen und wozu bist du in der Lage?
Es liegt an deiner Konzentration, deiner Koordination und an deinen Reflexen, in dieser Reihenfolge. Aber die Konzentration ist bei weitem nicht alles.
Du sagst: "Oh, er könnte scheuen, könnte bocken, er könnte hinfallen, er könnte ausschlagen. '
Also schau, woran er gerade arbeitet!
Er weiß, dass du damit nicht umgehen kannst und leg ihm das nicht als Fehler aus, dass er das weiß.
Er mag vielleicht all diese Dinge tun, weil ihn vielleicht etwas erschreckt, oder er könnte ausrutschen und jederzeit fallen und dennoch können die Menschen damit nicht umgehen…….. aber sie wollen mit ihrem Pferd weiterkommen.
Wenn er schnell wendet, fallen sie herunter!
Daher bedeutet Selbstvertrauen, zu wissen, dass du auf das Undenkbare vorbereitet bist und ich weiß nicht, wie du das erreichen kannst, ohne Erfahrungen zu sammeln…….. daran ist immer noch nichts falsches.
Du weißt, wo du stehst, du solltest deine eigenen Grenzen kennen. Das ist keine Sünde und kein Verbrechen.
Du bist ehrlich mit deinen Mitmenschen.
Du bist ehrlich mit deinem Pferd, du versuchst, es von Problemen fernzuhalten."

- Ray Hunt.

Aus einem Artikel in "The Eclectic Horseman Magazine" mit dem Titel ‘Worte der Weisheit von Ray Hunt’ -http://www.eclectic-horseman.com/content/view/314 /

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Deine Idee, seine Idee

“Das Pferd weiß Bescheid. Es kennt den Menschen zwanzig zu eins. Es ist erstaunlich, wie vieles er herausbekommt, wie viele Lücken er ausfüllt, wobei im Gegensatz der Mensch so wenig über ihn weiß.
Wie das Pferd damit umgehen kann, war mir schon immer ein Rätsel. Versetz dich mal in seine Lage und stell dir vor, du lebst dein ganzes Leben, ohne dass jemand weiß, wer du wirklich bist. Nun, ich habe bisher keinen Menschen getroffen, der einem Pferd auch nur annähernd gleicht. Ein Mensch könnte das nicht aushalten.
Schau, du kannst ein Pferd dazu bringen, etwas zu tun, wenn du hart genug bist, genauso wie du einen Menschen dazu bringen kannst.
Aber bereitwillige Kommunikation ist eine andere Sache.
Du bereitest alles so vor, dass das Pferd ausprobieren kann, dann erlaubst du ihm erlauben, es herauszubekommen. Du musst ihm diese Würde gewähren. Du machst deine Idee zu seiner.
Ich glaube an diese Jungpferde, ich vertraue ihnen.
Ich bin mir auch immer darüber im klaren, dass sie auch bocken können. Denkt nicht, sie würden das nicht tun.
Schaff einfach nur die Voraussetzungen und dann lass sie es selbst herausfinden. Versuche nicht, das Geschehen zu bestimmen.
Bereite dich auf den Übergang vor. Diese Verwandlung geschieht als letztes. Und versuch nicht, den Boss zu markieren.”

- Ray Worte sind aus einem Artikel ‘Ray Hunt: The Cowboy Sage’ geschrieben von Gretel Ehrlich und erschienen in der Shambhala Sun, Juli 1998.

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Halten statt Ziehen

Ich hatte einmal einen Lehrer, der mir riet, ein Baum zu werden, wenn ein Pferd am Seil zöge.

Dies bedeutete mehrere Dinge. Ich sollte verwurzelt und ausbalanciert sein (nicht dem Pferd nachfliegen, aber “meine Position behalten”in gewisser Weise) und nicht das Pferd in die entgegengesetzte Richtung ziehen. Wenn das Pferd zieht,halte ich einfach nur das Seil, aber ziehe nicht daran oder lehne mich dagegen. So dass das sofort durchhängt, sobald das Pferd aufhört zu ziehen. Wenn ich dagegen zöge, müsste ich bewußt das Seil nachgeben, wenn das Pferd nachgäbe und mein Timing wäre zu langsam. Es wäre nicht genau so schnell wie das sofortige Nachgeben, das das Pferd spürte, wenn ich das Seil einfach nur hielte. Auch wenn dieser Zeitunterschied nur ein paar Sekunden beträge – es macht einen Unterschied.

Auf dieses Konzept kam ich in Form eines Zaunpfostens zurück, als ich "Zen-Geist, Zen Pferd" von Dr. Allan J. Hamilton las. Auf Seite 58 schreibt er:

“"Für mich ist der Zaunpfosten das perfekte Symbol der Makellosigkeit, denn der Zaunpfosten wird niemals wütend oder ungeduldig. Viele Horseman haben aufgezeigt, dass ein Pfosten nur dann Druck ausübt, wenn das Pferd Druck auf ihn ausübt. Er gibt genau dieselbe Stärke von Druck zurück, den das Pferd ausübt. Wenn das Pferd auch nur das kleinste bißchen nachlässt, – auch nur den Bruchteil eines Gramms weniger zieht, – antwortet “der Pfosten” und tut dasselbe. Er belohnt das Pferd bereits für den kleinsten Versuch.

Mit seinen Antworten stellt die Zaunpfosten völlige Klarheit, Perfektion und Ablösung dar. Der ganz normale Zaunpfosten wird uns deshalb als Symbol der Inspiration eines unfehlbaren Lehrers dienen. Die Gegenreaktion des Pfostens ist nur eine natürliche Reaktion auf die Handlungen des Pferdes. Deshalb sollten wir danach streben - nach der Art und Weise des Zen, Zaunpfosten zu werden und uns selbst herausfordern, genauso ruhig, unbeteiligt und kompetent wie er zu sein.”

Fence Post at Sunset Kansas Scott Bean Photography

Fence Post at Sunset Kansas Scott Bean Fotografie

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