Archiv der Kategorie: Wissenschaft

Oh Mist, es braucht 10.000 Stunden??

Ihr habt wahrscheinlich schon einmal jemanden sagen hören, es dauere 10.000 Stunden, um ein wirklicher Meister in etwas zu werden.

Natürlich liegt darin ein Körnchen Wahrheit – etwas wirklich zu beherrschen, bedeutet für mich, man kann es tun, ohne nachzudenken. Mit anderen Worten, man hat soviel geübt, dass es einem in Fleisch und Blut übergeht. Genau das musste man machen, um laufen zu lernen! Üben, üben!

Das kann einem wie einegigantischeReise vorkommen. Ich erinnere mich an einen Tag, als ich durch die Gegend ritt und über diese 10.000-Stunden-Regel sinnierte. “Mann, das sind eine Menge Stunden!” Vom Ausrechnen, wieviele Jahre ich reiten müsste, um darin ein Meister zu werden, wurde mir so schwindelig, dass ich fast vom Pferd gefallen wäre!

Aber ein Ausspruch von Pat Parelli bringt mich immer wieder auf den Boden zurück: “Übung alleine führt nicht zur Perfektion, – nurrichtig ausgeführte Übung führt zur Perfektion.” Selbstverständlich gibt es keine Perfektion. Besonders am Anfang nicht. Ich glaube, was Pat damit meint, ist, man wird kein Meister in 10.000 Stunden, wenn manFalschesübt. Übung, Konzentration und die Fähigkeit, sich zum Besseren zu verändern, sind notwendig (sogar wenn man nur 200 Stunden benötigt, um ein wahrer Meister zu werden! Es ist nie zu spät, sich zu verändern!)

Dann habe ich heute folgendes Zitat von Daniel Goleman in dem Artikel"BrainPickings" (GehirnAufgaben) gelesen:

“Die "10.000-Stunden-Regel" - dass dieses Praxislevel das Geheimnis des Erfolgs in allen Bereichen birgt - ist zum unantastbaren Evangelium geworden, das auf Websites wiedergegeben und als Litanei in Hochleistungs-Workshops heruntergebetet wird. Das Problem dabei ist: Es ist nur die halbe Wahrheit. Wenn man z.B. beim Golfen eine Niete ist und jedesmal bei einem bestimmten Schlag oder beim Einlochen dieselben Fehler macht, wird die 10.000-stundenfache Wiederholung dieser Fehler dein Golfspiel nicht verbessern. Man bleibt eine Niete, wenn auch eine ältere."

Kein geringerer als der Experte Anders Ericsson, der Psychologe an der Florida State University, auf dessen Forschung über Expertentum die 10,000-Stunden-Faustregel zurückgeht, sagte zu mir: “Man wird nicht durch mechanische Wiederholung besser, sondern indem man seine Ausführung immer wieder verbessert, um seinem persönlichen Ziel näher zu kommen.”

“Man muss das Verfahren durch den Antrieb optimieren,” fügt er hinzu, "sich zunächst mehr Fehler zu erlauben, während man seine Fähigkeiten verbessert."

Folglich ist es nicht notwendigerweise die wiederholte Übung, die uns hilft, etwas zu meistern, sondern die stetigeVeränderung undVerbesserung, die uns helfen, unsere Ziele zu erreichen.

Okay, nun werde ich aus dem Haus stürzen, um zu üben!!

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Was ist mit den Lippen?

Wer Natural Horsemanship betreibt, dem wurde höchst wahrscheinlich schon gesagt oder er hat beobachtet, dass Pferde ihre Lippen lecken, wenn sie etwas geistig verarbeiten. Wenn ein Pferd seine Furcht überwindet, wird es seine Lippen lecken. Es handelt sich dabei um ein äußerst beständiges Verhaltensmuster, dass immer dann auftaucht, wenn Druck vom Pferd weggenommen wird.

Natürlich gibt es auch Zeiten, in denen unsere Pferde sich die Lippen lecken, nachdem sie etwas “Böses”getan haben, und wir wissen, dass das nicht das letzte Mal war…

(…) Ich habe Pferde gesehen, die jemanden traten oder herunterwarfen und sich danach die Lippen leckten. Sie haben vielleicht etwas gelernt und sich entspannt, aber das muss für uns nicht zwangsläufig eine positive Sache sein. (…) Deshalb üben wir während des Ausbildungsprozesses Druck auf sie aus und sie verspannen sich und wenn sie uns die richtige Anwort geben, nehmen wir den Druck weg und sie entspannen sich und lecken sich die Lippen. Diese Erfahrung kann für beide, Mensch und Pferd positiv sein. Wir müssen uns nur der Situation bewußt sein, die dazu geführt hat, dass sie sich die Lippen lecken und sicherstellen, dass wir die gewünschte Antwort bekommen, aus der sie lernen können und nicht etwas, das vielleicht für sie ein gute, aber für uns eine schlechte Erfahrung ist.”

- Martin Schwarz,Evidence-Based Horsemanship

Aber warum tun sie das? Ich habe immer schon gedacht, das sei eine seltsame Reaktion, wenn man etwas gelernt habe.… Seine Lippen lecken? Tatsächlich? Was wäre, wenn Menschen das täten? Hier folgt eine mehr wissenschaftliche Sichtweise:

Sie sind vielleicht vertraut damit, insbesondere die oralen Bewegungen des Pferdes (wie Lippen-Lecken) zu sehen, die ihre physiologischen Zustand anzeigen. Zum Beispiel eine Reaktion auf Stress wird Adrenalin freisetzen und zu einem relativ trockenen Maul führen. Das Pferd beginnt zu lecken mit der Rückkehr des Speichelsekrets, wenn die gegenteiligig wirkenden chemischen Reaktionen zwischen dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem zu ihren normalen Ausgangswerten zurückzukehren. (26).”

- Dr. Steve Peters,Evidence-Based Horsemanship

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MRI Of The Canine Mind

I came across this video today and find it very interesting. What are we going to discover about the dog brain? As far as we know, this is the first MRI done of a dog’s brain who is kein sedated and not constrained. Hmmm!

Viel Spaß!

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