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Warum verbergen wir unsere Führungsqualitäten?

Wir Durchschnittsmenschen unterschätzen unsere Führungsqualitäten. Ewas hindert uns. Etwas sagt uns, wirkönnendas nicht. Oder wirtunetwas nicht, weil wir uns sicher sind, dass es jemand anderes sowieso besser kann. Warum sich also die Mühe machen, es zu versuchen?

Vielleicht haben wir das Gefühl, wir könnten uns vorsooo vielen Leuten (denn schließlich weiß man, dass alle anderen perfekte Rudelführer sind) und was wäre dann? Der Ursprung dieser Gefühle hat viele Wurzeln: Kindheit, Partnerschaft, Genetik, Erziehung. Die Erfahrung gemacht zu haben, “sich wie ein Versager zu fühlen” und nun glaubt man nicht mehr, dass man es kann?

Oder vielleicht kann man nicht genau sagen, woher es kommt. Aber die Sache ist die, dass ich – fast immer, wenn mich jemand um Rat fragt, egal ob von Angesicht zu Angesicht oder online - eine der folgenden Beschreibungen zu hören bekomme:

  • “Ich weiss, dass ich das schwächste Glied innerhalb des Rudels bin, aber…”
  • “Ich weiss, dass ich nicht der Rudelchef bin…”
  • “Ich sollte bestimmter auftreten, aber ich bin kein guter Anführer…”

Und so geht es weiter und weiter. Interessant daran ist, dass die gleichen Leute für gewöhnlich ihrem Hund Führungsqualitäten unterstellen, bei denen es sich in Wirklichkeit jedoch um Zeichen von Unsicherheit handelt, mit dem Nebeneffekt, dass sie einen unausgeglichenen Hund haben. Das heißt, sie trauen sich nicht nur selbst nicht zu, Führung zu übernehmen, sondern sie sehen auch Führungspotentialim falschen Verhaltenihres Hundes. Daneben gestehen sie sich selbst bewußt ein, zu wissen, dass sie nicht der Rudelführer sind. Wie interessant!

Nachfolgend einige Beispiele für Verhaltensweisen von Hunden, die für gewöhnlich als dominantes “Führungsverhalten” interpretiert werden (fälschlicherweise):

  • Andere Menschen, Hunde und Tiere, denen man begegnet, anknurren und anspringen (als gewöhnliche Reaktion)
  • Unaufhörliches, fortwährendes (reaktives) Bellen gegenüber allem, was sich auch nur auf die geringste Weise hervorhebt (Lesen Sie hierzu "Ignoriere ihn, er ist nur unsicher").
  • extreme Dominanz (aggressives Verhalten – das auf keinen Fall hingenommen werden darf – gegenüber demBesitzer oder anderen Menschen)
  • An der Leine ziehen
  • Nervosität
  • schlechtes Benehmen und mit dem/den Besitzer/n Schindluder treiben

Alle diese oben genannten Szenarien sind beispielhaft für einen Hund, der geradekein Anführer ist. Alle diese Verhaltensweisen haben ihren Ursprung in Frustration, überschüssiger Energie, Unsicherheit und einenm allgemein unausgeglichenen Lebensstil. Um es kurz zu machen – Dem Hund fehlt es an Führung, die ihm hilft und ihm den Weg weist. Aufgrund dieser Verhaltensweisen hören viele Besitzer damit auf, ihren Hunden genügend Auslauf zu verschaffen oder sie mit anderen Hunden zusammenkommen zu lassen, wodurch sich die unerwünschten Verhaltenweisen noch verstärken “issue”.

Die allerwichtigste Eigenschaft einer Führungspersönlichkeit istGelassenheit.Lasst mich kurz eine Geschichte erzählen, die ich viele Male bei vielen verschiedenen Gruppen von Hunden gesehen habe. Ich hoffe, darin wird zusammengefasst, was ich unter einer geborenen Führungspersönlichkeit verstehe, denn dieses in allen Einzelheiten zu beschreiben würde Tage um Tage und Seiten um Seiten dauern. Also, folgendes stelle ich mir immer vor:

Ein streunende Hündin liegt ausgestreckt in der Sonne und genießt den Nachmittag. Nicht bekümmert sie und sie macht ein geruhsames Nickerchen. Nur wenige Meter entfernt trottet ein anderer Streuner in Richtung eines Kaninchenkadavers, den einer der Hunde früher am Tag gefangen hat. Er fängt an, hungrig an einem der Knochen zu kauen und schaut sich nervös nach Konkurrenz um. Zwei weitere Hunde kommen zu dem Kadaver und versuchen, dem ersten Hund schnell ein paar Knochen mit Fleisch daran zu klauen. Unter den Hunden kommt es zu einem Kampf und ein weiterer Hund kommt hinzu, um zu sehen, worum es bei dem Tumult geht und beteiligt sich daran.

All dieses Chaos und dieser Lärm spielen sich genau neben der friedlich schlummernden Hündin ab. Sie wird davon nicht überrascht und öffnet kaum ihre Augen. Von diesem Quatsch lässt sie sich nicht stören. Dann, an einem gewissen Punkt, beschließt sie, dass sie genug gehört hat und sie - warum auch nicht - Hunger hat. Also steht sie langsam auf und kratzt sich vielleicht mit ihrem Hinterbein hinter den Ohren. Langsam und bedächtig erfüllt sie die Umgebung mit ihrer Präsenz. Sie nähert sich dem Kampf. Sie hat noch überhaupt nichts gemacht und schon halten drei der Hunde inne und sehen sich unsicher an. Sie geht so selbstbewußt auf sie zu, dass sie anfangen, ihre Absicht zu hinterfragen.

Sie geht direkt auf die Beute zu, beansprucht ihren Raum und alle anderen Hunde lassen sie in Ruhe. Sie reklamiert das Fressen für sich selbst und hat, um es offen zu sagen, nichts getan, um es sich zu verdienen. Ein mutiger Hund beschließt, dass er versuchen wird, diesen Knochen wie auch immer zu bekommen, geht zurück zu ihr und senkt seinen Kopf, um ihn zu ergreifen. Sie hebt ihren Kopf, sieht ihn streng und bedeutungsvoll an und lässt ein tiefes, anhaltendes Brummen ertönen. Ohne weitere Diskussion begibt sich der andere Hund aus der Situation, und zwar schnell.

Nachdem die Hündin ihre Mahlzeit verzehrt hat, schlendert sie zufrieden zurück auf ihren Platz in der Sonne und schlummert noch einmal in der nunmehr stillen Umgebung ein.

Diese Geschichte ist beispielhaft für einen Hund, der eine gewisse “Ruhe vor dem Sturm”verkörpert. Das Gefühl, dass etwas kommt. Etwas in der Luft liegt. Es ist das Gefühl, dassetwas passieren wird. Vor einem größeren Sturm wird alles ruhig und es liegt eine Todestille in der Luft. Das ist für mich das Gefühl, dass ich versuche, auszustrahlen, wenn ich Führung übernehme oder wenn ich mit einem Kommando, das ich einem meiner Hunde oder Pferde gegeben habe, zu ihnen durchdringen will.

Es ist schwierig, dieses Gefühl zu beschreiben, aber wenn ich es in Worte fassen müsste, stelle ich mir die Hündin aus der Geschichte vor und denke, “Ihr macht den Weg für mich frei, oder…” Wenn sie ihr nicht gefolgt hätten, “Ruhe-vor-dem-Sturm-Aura” würde sie sich mit einem Brummen oder einem Biss (ein Sturm, oh, welch ein Sturm! Donner und Blitz!) durchsetzen. Das bedeutet Führung in einer Situation wie dieser: Zuerst Verwarnung und dann Handlung. Auf diese Art und Weise arbeite ich mit meinen Hunden.

Der Befehl “"Bei Fuß"” zum Beispiel ist meine Art, meine Hund zu warnen, entweder indem ich "bei Fuß" sage oder ihn nur einfach nur anschaue. Einfach nur die Tatsache, dass ich mit ihnen an der Leine gehe, ist meine Art, ihnen zu sagen “Lauft neben mir.” Wenn sie das - trotz meiner Warnung - nicht befolgen würden, “beisse ich”/gebe ihnen einen Stups in ihre Seite. Das ist fair, denn ich lasse sie zunächst gehen und entscheiden, ob sie es von sich aus tun, dann warne ich sie und nur dann handle ich. In diesem Moment übernehme ich Führung.

Außerdem müssen wir verstehen, dass Tiere, im Gegensatz zu Menschen, in der Gegenwart leben. Im dem einen Moment führst du das Rudel an und bist so glücklich wie immer und im nächsten kommt jemand anderes daher, den die Hunde mehr respektieren. Jeder Augenblick ist neu und frisch. Und wer das Rudel oder die Herde anführt, kann jeden Moment wechslen. Nur weil du einmal der Anführer gewesen bist, heißt das nicht, dass dieser Deal ein Leben lang bestehen bleibt. Nein, Sir.

Oftmals geben Frauen die Führungsrolle an jemand anderen ab, – auch an andere Frauen! Sie haben das Gefühl, sie seien nicht stark genug oder nicht fähig für diesen Job. Das liegt wahrscheinlich an den Jahrhunderten, in denen Männer die Welt regiert haben und Frauen dazu erzogen wurden, zu glauben, Führung zu übernehmen sei Männersache. Während wir tatsächlich die ganze Zeit bereits Führung ausgeübt haben. Wir sind Mütter und worin liegt die Verantwortung einer Mutter, wenn nicht in der Führung ihrer Kinder?

Ich habe schon die lustigsten Situationen erlebt, wenn ich eine Mutter gesehen habe, die ihrem Kind einen ernsten Blick zugeworfen hat, weil er oder sie nicht auf sie gehört hat und die sich dann zu ihrem Hund umgedreht hat und völlig hilflos erschien! Sie lässt den Hund mit den einfachsten, grundlegensten Dingen davonkommen und sagt ganz offen, “Oh, er treibt Schindluder mit mir! Er ist so ein verspielter Kerl!” Wenn ihre Kinder versucht hätten, anderen hinterherzuschreiben, während sie mit ihnen die Straße entlang gegangen wäre, hätte sie das nicht durchgehen lassen. Wenn ihr Hund alles anbellt, was er sieht, tut sie nichts. Warum ist das so? Es ist um so vieles leichter, das Verhaltensmuster eines Hunde zu durchbrechen, als die Verhaltensweisen von Kindern zu verändern.

Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es Männer, die sagen, “OH ICH BIN DER GEBORENE ANFÜHRER! ICH SAGE DEM HUND, WO ES LANGGEHT! ER HÖRT AUF MICH! BESSER TUT ER DAS!!” Oh, super. Gut zu wissen. Denn auch das bedeutet nicht, dass man Führung hat. Ich würde keinen machohaften, von seinem Ego geleiteten Mann aussuchen, um mich aus einer Situation zu befreien, besonders dann nicht, wenn es um Leben oder Tod ginge. Genausowenig wählen Tiere ihre Anführer deswegen aus, weil sie stark und männlich wirken. Sie wählen sie danauch, wie sie auftreten, wie sie handeln. ( Frauen, stellt euch dieser Herausforderung!)

Das sind nur einige Gedanken zum Thema Führungseigenschaften. – Natürlich wird es immer mehr dazu geben. Wie seht ihr das Thema Führung? Fühlt ihr euch in Führungsrollen wohl? Warum? Warum nicht?

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Before you ever start to reach to ask your horse to do something you should have in mind what you are asking and where you are trying to direct.

- Tom Dorrance

Image of Tom Dorrance is by Lynn Cox of Landmark Fine Art.

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Busy, busy

Hello everyone! Apologies that you haven’t heard from me for a whileI’m schooling two of my dogs with their new blind owners for the next two months. I’ll try to write before then but, if not, I’ll definitely start writing again in December!

Thanks for your patience and I’m sorry for not writing regularly at the moment.

I’d still love to hear updates from all of you or answer any questions! Until December!

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Your Discipline

Of course you have to get discipline within yourself so that you can have it with your horse. If you don’t, this is what will cause your horse to get cranky and take over; get to doing a lot of things wrong.
It’s because he knows you don’t mean what you are talking about because you are not effective with what you are asking him to do. To be effective; teaching must be understood.
Be particular within yourself.
Have some meaning to YOU so that it will be meaningful to your horse.

- From the bookThink Harmony With Horsesby Ray Hunt.

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Füße in den Händen

“Wenn ich mit einem Menschen und seinem Pferd arbeite, kann ich dem Menschen helfen, sich selbst so zu positionieren, dass das Pferd die Antwort findet, auf die wir hinarbeiten. Es ist nicht leicht für mich, das in Worte zu fassen, so dass ein Leser einen Eindruck davon bekommt, was dabei stattfindet. Manchmal kann die Terminologie Probleme bereiten, z.B. wenn ein Reiter nicht genau weiss, was mit dem Ausdruck gemeint ist, “die Füße des Pferdes stecken fest / sind blockiert.” Es gibt anscheinend eine ganze Menge dieser Begriffe. Der Ausdruck “den gewissen Punkt aufzuspüren” ist manchmal ein neuer Ausdruck für den Reiter, aber während wir zusammen daran arbeiten, beginnt der Reiter, dieses Stadium im Lernprozess des Pferdes zu erkennen. Der Reiter muss dieses erfühlen, genau wie das Pferd.
In Nevada hat ein Bursche einmal ein Jungpferd geritten. Es wurde wärmer und dieser Typ beschloss, seinen Mantel abzuwerfen. Das veranlasste das Jungpferd, seinen Reiter abzuwerfen. Der Reiter war darüber nicht sonderlich beunruhigt, also empfahl ich ihm, er könne dieses winzige Pünktchen Besorgnis dazu nutzen, das Pferd daran zu gewöhnen, sich mit ihm zu bewegen. Er ritt einen Zirkel und als das Pferd sich entspannte, konnte man sehen, wie das Pferd weicher wurde. Der Körper des Pferdes nahm dieselbe Gestalt an, wie der Mensch, der auf ihm saß. Er war nicht in die eine Richtung gebogen, während der Reiter in die andere Richtung reiste.
Der Reiter konnte fühlen, wie das Pferd weicher wurde. Das Pferd fühlte sich mit dem Reiter wohl und sein Gesichtsausdruck hellte sich auf. Seine Füße waren lebendig und reaktionsfreudig. Es sah beinahe so aus, als ob der Reiter die Füße des Pferdes in seinen Händen hielte.”

-Tom Dorrance

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Wer gibt wem nach?

“Warte, bis er seine Füße bewegt. Egal, auch wenn du das Mittagessen verpasst, bleib einfach dran. Er wird versuchen, Gegendruck aufzubauen und dich dazu zu bewegen, nachzugeben. Der Druck, den er erzeugt, ist sein eigener, du hältst nur dagegen. Versuche nicht, seine Füße zu bewegen. Überlass das ihm. ”

- Tom Dorrance

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Humanima auf FaceBook

If you haven’t yet, take a look at Humanima’s FaceBook page.

I tend to post videos, photos, and status updates much more regularly there. A link to every new post is also always posted.

Have a great week!

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Meine Arbeit

Ich finde meine Arbeit so überaus interessant.

Nicht nur den Prozess, Hunden beizubringen, ihre blinden Besitzer sicher durch belebte Städte zu geleiten und auf sie wirklich generell aufzupassen, sondern auch die Menschen, die um mich herum sind, während ich das tue. Es ist ein ganz neuer Blickwinkel auf unsere Kultur. Es gibt Menschen, die uns anstarren (stehenbleiben und uns anstarren, sich umdrehen und mir hinterherstarren – die denken, ich sei blind, trotz des Schildes “in Ausbildung” auf dem Geschirr meines Hundes).

Es gibt Leute, die reden laut über mich oder meinen Hund, während ich direkt neben ihnen stehe, offenbar denken sie , dass blinde Menschen auch taub seien (“diese Frau ist blind!” und andere Kommentare in Bezug auf mein Training). Menschen machen rüde Bemerkungen, während ich an ihnen vorbeigehe “Oh, der arme Hund! Er muss den ganzen Tag arbeiten.” (Falsch.) Oder, das ist das Schlimmste, sie versuchen gezielt, meinen Hund abzulenken – ein Würstchen oder Brot direkt vor ihre Nase zu halten, ist normal…

Aber was ich liebe, sind die Eltern, die ihren Kindern die Aufgabe meines Hundes erklären, das Erstaunen der Kinder und die Menschen, die große Umwege in Kauf nehmen, um mir zu helfen – weil sie annehmen, ich sei blind. Ich habe Leute aus einer Entfernung von zwei oder drei Blocks heranradeln sehen, um mich zu fragen, ob ich Hilfe bräuchte. Das erwärmt tatsächlich mein Herz. Nein, danke, ich trainiere nur… Aber wie auch immer, es ist toll zu sehen, wie unterschiedlich die Menschen reagieren.

Jede Person, die an mir vorbei geht oder um mich herumsteht, zeigt definitiv eine Reaktion, und es ist irgendwie toll, Menschen beobachten zu können, die denken, ich sei blind (ich spiele das nicht vor, ich laufe einfach nur mit einem Blindenhund).

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Ferien-Zeit…

Hallo an alle!

Ich werde die nächsten paar Wochen durch Europa reisen, also keine Sorge, wenn hier nicht viel los sein wird!

Aber meine Hunde werden dabei sein und hoffentlich werde ich Sachen filmen und über Sachen schreiben, um sie mit euch allen zu teilen.

Vielen Dank und ich werde bald wieder bei euch sein!

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